Der "abstrakte Denker" ist jemand, der sich in seinen Gedanken ein Schloß baut, ohne selbst darin zu wohnen,
sodaß ihm nichts passieren kann, wenn es abbrennt. Anders der "existentielle" Denker. Er ist mit seinen Fragen durch
ein leidenschaftliches Interesse verbunden. Er lebt sein Denken. Was seinem Denken widerfährt, widerfährt seiner
Existenz und umgekehrt. Für ihn gibt es keine allgemeingültige Objektivität. Wahrheit ist subjektiv, d.h. sie steht
in einem Verhältnis zu einem existierenden Subjekt. Stets ist es ein Existierender, der nach der Wahrheit fragt.
"Alles wesentliche Erkennen betrifft die Existenz".