An dieser Stelle war es mein Freund Bernhard Hassenstein, der mich auf eine wesentliche Übereinstimmung kritisch
aufmerksam machte:.Die Ordnung, die ich in der Natur zu sehen meinte, entspricht unserer Denkordnung. Und die
Möglichkeit war nicht von der Hand zu weisen, daß ich meine Denkordnung in die Natur projezierte, weil auch ich, in
Ermangelung einer anderen, die Welt nicht anders denken konnte. [...]
Die Übereinstimmung zwischen Denk- und Naturordnung erwies sich als so groß, daß der Zufall als Erklärung nicht
in Betracht kommen konnte. Eine mußte die Ursache der anderen sein. [...]
Nun aber war die Naturordnung aus sich selbst begründbar, die Denkordnung war das nicht. Man konnte, wie es schon
Ernst Mach getan hatte, ein Prinzip der Denkökonomie ins Treffen führen. [...]
Die Denkordnung konnte ein Selektionsprodukt aus der Naturordnung sein. Dann galt sogar das Ökonomieprinzip in
einer höheren Form. Das ökonomischste Verfahren, einer Welt von Erscheinungen möglichst viel zu entnehmen, mußte
jenes sein, das dem Verfahren folgt, welches die Welt von Erscheinungen selbst gegliedert hat. Die Denkordnung war
als ein Selektionsprodukt an der Naturordnung zu verstehen!